Münchner Staatsanwaltschaft bereitet Anklage gegen Formel1 Boss Bernie Ecclestone vor

Wie die Sueddeutsche berichtet, hat in den vergangenen Tagen der wichtigste Belastungszeuge Gerhard Gribkowski bei seinen Vernehmungen durch die Münchner Staatsanwaltschaft seine Vorwürfe gegen den Briten Bernie Ecclestone (81) wiederholt, von ihm mit 44 Millionen US-Dollar geschmiert worden zu sein.

Die Staatsanwaltschaft arbeitet nun an der Anklage.

Ob sich der Milliardär überhaupt einen Prozess in Deutschland stellen oder gar an Deutschland ausgeliefert wird, erscheint derzeit sehr fraglich.

Gestern war er jedenfalls in Hockenheim beim Großen Preis von Deutschland nicht zu sehen (dazu die Süddeutsche), obwohl er vor kurzem noch getönt hatte, das Verfahren in München betreffe ihn eigentlich gar nicht.

Christian Wulff in Erklärnot: 10.000 Euro Preisgeld auf Privatkonto eingezahlt

In letzter Zeit war es ruhig geworden um den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff. Nun sieht er sich neuen Vorwürfen gegenüber.

Die Staatsanwaltschaft interessiert sich für den Verbleib von 10.000 Euro.

Bei der Summe handelt es sich um ein Preisgeld vom Zentralrat der Juden, als Wulff als Bundespräsident im Herbst 2011 mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet wurde.

Es ist politische Praxis, dass derartige Preisgelder gespendet werden. Wulff hatte das Geld auf ein Privatkonto eingezahlt.

Auf Anfrage der Staatsanwaltschaft vom 4. Juni 2012 sagte Wulffs Büro, das Geld sei an eine Klinik in Israel überwiesen worden.

Offenbar handelte es sich dabei jedoch nur um eine Reaktion auf die Anfrage, denn das Krankenhaus wurde erst letzten Dienstag befragt, ob es mit der Spende einverstanden sei.

Quelle: spiegel.de via shortnews

Kabel Deutschland verklagt die Telekom

Die Telekom habe angeblich seit 2004 “missbräuchlich überhöhte” Entgelte für die Nutzung ihrer Kabelkanäle und Infrastruktur kassiert, erklärte der Kabelnetzbetreiber am vergangenen Donnerstag.

Die Telekom widersprach.

Kabel Deutschland verlangt, dass die Telekom ihre jährliche Nutzungsgebühr von 101 auf 34 Millionen Euro senkt.

Außerdem müsse sie 279 Millionen Euro plus Zinsen zu viel bezahlter Entgelte für die vergangenen Jahre zurückzahlen.

Zur Begründung verweist Kabel Deutschland auf weit niedrigere Entgelte, die die Bundesnetzagentur für bestimmte Kabelkanäle festgelegt habe.

Die Telekom entgegnete, es gehe um verschiedene Kabel. Der mit Kabel Deutschland vereinbarte Preis sei korrekt.

Dass ausgerechnet einer der Kabelnetzbetreiber, “die Quasi-Monopole betreiben und niemanden ihre Netze nutzen lassen”, wegen angeblich überhöhter Preise klage, verwundere sehr.

Quelle: dpa

Wulffs Abschied: Stell dir vor, es ist Zapfenstreich und keiner geht hin

Fast jeder Spitzenpolitiker, der einen Grund findet, bleibt Donnerstagabend dem Schloss Bellevue fern.

Kanzlerin Merkel (CDU) freilich kommt, auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP), Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und Vize-Kanzler Philipp Rösler (FDP).

Ansonsten sagten die meisten anderen Minister ab. Auch von SPD, Grünen und Linken will niemand kommen (wobei die Fraktionschefs überraschend gar keine Einladung erhalten haben).

Von den vier noch lebenden Alt-Präsidenten (Köhler, Herzog, von Weizsäcker, Scheel) wird niemand dabei sein. „Es droht ein Zapfenstreich mit mehr Bläsern als Gästen“, unkte am Dienstag Verteidigungsexperte Burkhardt Müller-Sönksen (FDP).

SPD-Haushälter Johannes Kahrs: „Das ist eine unangemessene Veranstaltung. An Wulffs Stelle würde ich zu Hause bleiben und mir die Decke über den Kopf ziehen. Beim Zapfenstreich gibt es eine Ehrenformation.

Ich frage mich nur: Wo ist hier die Ehre?“

Quelle: express

Auch Gernot Hassknecht hat seine eigene Meinung zum Ehrensold von Thomas Gottschalk- Sorry nicht Gottschalk sondern Wulff war das ja mit dem Kleingeld.

Thema Ehrensold: Horst Köhler vs Christian Wulff

Wie  “derwesten” berichtet, verzichtet unser 2010 aus dem Amt geschiedener Bundespräsident Christian Köhler auf seinen Ehrensold.

Der 2010 von seinem Amt als Bundespräsident zurückgetretene Horst Köhler nimmt einem Medienbericht zufolge seinen Ehrensold nicht in Anspruch. Nach Informationen von “Bild am Sonntag” will Köhler dadurch Doppelbezüge vermeiden.

Ungewiss sei jedoch, auf wie viel Geld Köhler konkret verzichte. Der ehemalige Präsident des Sparkassenverbands und Ex-IWF-Chef habe in seiner Karriere Pensionsansprüche erworben, die den Ehrensold sogar übersteigen könnten.

Quelle: derwesten