Internet: Abofallenseite-Opendownload.de mahnt wieder ab

Wir errinnern uns noch sehr genau an die Brüder Andreas und Manuel Schmidtlein und ihren Rechtsvetreter Olaf Tank. Zwischen den Jahren 2008 und 2010 lockten sie Tausende Internetnutzer in Abofallen.

Wer damals im Internet kostenlose Programme suchte, und sich zum Beispiel den Acrobat Reader vom Downloadportal “opendownload.de”-  downloadete, hatte ganz schnell- unbeabsichtigt ein 24-Monats-Abo über 192 Euro abgeschlossen.

Dieser Abzocke schob der BGH in einem Urteil einen Riegel vor. Denn dass so genannte Abofallen im Internet versuchter Betrug sind, hat der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt in einem Grundsatzurteil (Az.: 2 StR 616/12) entschieden. Damit haben geschädigte Verbraucher grundsätzlich einen Schadenersatzanspruch gegen den/die Betreiber der Abzockseiten.

Doch davon lassen sich dei Brüder Schmidtlein anscheinend nicht beeindrucken, und lassen Mahnungen von einer “Tropmi-Payment GmbH” verschicken. Gefordert werden im Mahnschreiben 99 – 102 Euro für längst vergangene Abofallenportale.

Die angemahnten Internetnutzer sollen den Betrag auf ein Konto der “Inside Heute GmbH” überweisen. Der Geschäftsführer dieser Firma und der Tropmi-Payment GmbH ist- oh Wunder, niemand anderes als Andreas Schmidtlein.

Aber warum versuchen die Schmidtleins nach all den Jahren wieder erneut Internetnutzer abzuzocken?

Nun, die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat Anklage gegen die Brüder und ihren Rechtsanwalt wegen gewerbsmäßigen Betrugs erhoben. Seit Ende 2012 wartet das Trio auf seinen Prozess vor dem Landgericht.

Vermutlich wollen sie deshalb noch so viel wie möglich abkassieren, bevor jeder Schwarz auf Weiß nachlesen kann, dass es sich um Betrug handelt- man sieht, von Reue keine Spur.

Quelle: computerbild.de

Die Tropmi Payment GmbH fordert Geld für längst vergangene Abofalle

In den letzten Tagen werden wieder Abofallen- E-Mails verschickt.

Betreff:

Letzte Mahnung von “opendownload.de“- oder auch “p2p-heute.com”

Eine Tropmi Payment GmbH treibt jetzt Rechnungen ein, deren Ursprung lange zurück liegt. Viele Jahre weit…

Gezahlt werden soll auf das Konto einer Inside Heute GmbH, das bei der Sparkasse Ulm [BLZ 63050000] zur Kontonummer 21209615 geführt wird. An die sei die Forderung abgetreten, schreibt man…

Auch sei alles rechtens, heißt es in der Anlage des Mahnschreibens, Gerichte hätte so entschieden…

Die Staatsanwaltschaft sieht das aber nicht so. Sie erhob wegen des Verdachts des gewerbsmässigen Betruges Anklage gegen die Schmidtleins und Olaf Tank, das Landgericht Darmstadt ließ sie 2012 zu. Verhandelt wurde noch nicht, ein anderes bedeutendes Verfahren musste erst noch von der zuständigen Großen Strafkammer abgearbeitet werden.

Fazit:

Reagieren Sie nicht auf die E-Mail! Zahlen Sie nichts!

Quelle: Kanzlei Radziwill

Neue Forderungsschreiben von Olaf Tank Nachfolger- Rechtsanwalt Zutz

Polizei Osnabrück Inkassoschreiben von ZutzDer polizeibekannte Rechtsanwalt Nikolai Fedor Zutz versendet unter einem neuen Kanzleinamen weitere Forderungsschreiben an zahlreiche Internetnutzer.

Unter dem Namen Kanzlei KFZ – Kanzlei für Forderungsmanagement – mit Sitz in Darmstadt, agiert nach bisherigen polizeilichen Ermittlungsergebnissen eine Nachfolgerin der ANINOS – Anwaltinkasso Osnabrück.

Geschäftsführer ist hier der Rechtsanwalt Nikolai Fedor ZUTZ, der im August 2011 die Nachfolge des Rechtsanwaltes Olaf TANK antrat.

Mit dem jetzt per Post zugestellten Anschreiben über einen Betrag von 141,00 Euro, sollen die entstandenen Forderungen zu einer Aboleistung über die Downloadportale beglichen werden.

Diese Forderungen wurden zuvor erfolglos per Email angemahnt und stammen zumeist aus einem Internetabodownloadvertrag aus den Jahren 2009 und 2010.

Als zugrunde liegende Internetseiten sind der Polizei bislang die Domains der Tropmi Payment GmbH, der Antassia GmbH und der Content Services Limited, mit den jeweiligen Internetpräsenzen:

www.top-of-software.de“, “www.software-und-tools.de“, “www.softwaresammler.de” und “www.opendownload.de” bekannt.

Es liegen bei der Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück bislang zahlreiche Ermittlungsverfahren vor.

Quelle: Polizei Osnabrück

aninos anwaltsinkasso: Schufa Drohung ist eine Seifenblase

Die Abo- Opfer von „Top of Software“ und anderer Nutzlosseiten erhalten wieder Anwaltspost aus Osnabrück.

Es werden  zahlreiche Inkassoschreiben durch die Firma “aninos – Anwaltinkasso Osnabrück” verschickt.

Internetnutzer die auf eine der Abofallenseiten reingefallen sind, sollen für ihr zweites Abo-Jahr zahlen.

Auch wenn der Herr Der Rechtsanwalt Nikolai Fedor Zutz von der “aninos anwaltsinkasso” evtl. gerne mit einem Schufa Eintrag droht, so ist es nichts als heisse Luft, denn laut Auskunft der Schufa ist:

…Das Unternehmen aninos Anwaltsinkasso selbst keine Meldungen an die SCHUFA veranlassen darf, da sie nicht Vertragspartner der Schufa sind.

Rechtsanwalt Thomas Meier schreibt dazu :

Da zumindest eine der Voraussetzungen nicht vorliegt (Mitgliedschaft des meldenden Unternehmens), wird es also nie eine Meldung geben. Der Satz ist also nicht weiter als eine gefährlich klingende Formulierung mit dem Wort “Schufa” drin.

Quelle: Kanzlei Thomas Meier

Die Buttonlösung: Das Ende der Abzocke?

TOP OF SOFTWARENach einer Infas-Studie aus dem Jahr 2011 sind 5,4 Millionen Internetnutzer in Deutschland schon einmal in Abofallen getappt.

Die „Button-Lösung“ soll nun optisch deutlich hervorgehoben, eine Warnfunktion vor Abschluss eines Vertrages im Internet entfalten, so die Hoffnung.

Was aber nicht unbedingt bedeutet, dass bereits unter den alten Regelungen zweifelsfrei Verträge zustande gekommen sind-  denn wo war der Konsens über die wesentlichen Bestandteile eines Vertrages?

Ob die Neuregelung Nutzlosseitenbetreiber mit krimineller Energie bremsen wird?

Im übrigen versucht aktuell die Tropmi Payment GmbH  über die aninos-anwaltinkasso ihre angeblichen Forderungen einzutreiben.

Der Geschäftsführer der Tropmi Payment GmbH, Herr Alexander Varin steht im übrigen im Visier der Justiz.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs auf den Internetseiten opendownload.de und softwaresammler.de in der Zeit vom September 2008 bis Februar 2010 Anklage vor dem Landgericht Darmstadt erhoben.

Alle anderen Verfahren – auch die weitere Internetseite top-of-software.de betreffend – wurden vorläufig im Hinblick auf die o. g. Anklage eingestellt, da dem Strafverfolgungsinteresse durch die Anklage auch insoweit Rechnung getragen wird.

Quellen: z.T. biallo.de / abzocknews.de /Red