Trotz Buttonlösung lauert Abofalle

Das alte Abofallengeschäft  mit Michael Burat und anderen Nutzlosseitenbetreibern scheinte mit der Buttonlösung des Gesetzgebers, das ab 1. August dieses Jahres gültig ist vorbei zu sein- doch nur anscheinend.

Man versteckt nun den “richtigen” Button geschickt unter vielen anderen, welche lediglich zum fortführen des Bestellprozesses dienen.

Unsere bösen Jungs im Internet, ob man sie Abofallenbetreiber, Nutzlosseitenbetreiber oder einfach nur Abzocker nennt, haben das Abzock-Geschäftsmodell einfach ein wenig abgeändert und angepasst. So wurde die Abzocke auf  B2B Kunden ( Gewerbekunden) ausgedehnt.

Die Vendis GmbH, mit ihrer Geschäftsführerin Eva Rüpps baut auf dieses Großhandels und Gewerbekundenmodell, wobei ca.50% der Internetnutzer die auf sein Angebot reinfallen, gewöhnliche Verbraucher sind.

Es sieht so aus, als ob bewusst mit einem Irrtum der Endverbraucher über das Online-Angebot der Vendis GmbH welches sich an Gewerbekunden richtet, gerechnet wird.

Der Button hat bei Gewerbekunden keine Gültigkeit.

Und wenn man schon beim Geschäftemachen ist, so lässt sich Herr Frank Drescher das Abmahngeschäft der KVR nicht entgehen. Für die KVR Handelsgesellschaft mahnt die Kanzlei U+C  unter anderem AGB-Fehler ab und hat somit ihr “Portfolio”erweitert.

Weshalb es sich hierbei um gewerbliche Massenabmahnungen handeln könnte, offenbart sich in einem aktiven  Stellenangebot des Herrn Bernhard Soldwisch (Olivosmedia GmbH, Onlinequiz GmbH und DOZ – Deutsche Zentral Inkasso GmbH).

Sehen sie sich dazu das Video von “Akte 2012″ an.


Ein Abofallenkönig wird zur Kasse gebeten

Foto:Kaier/konsumer.infoAnwalt Christopher Posch besucht den “Abofallen-König” Michael Burat der unter anderem eine Familie mit seinem fragwürdigen Internetangebot von “Outlets.de” hereingelegt hat.

Michael Burat betont im Gespräch gegenüber Anwalt Posch, dass jemand:

“…der den Kostenhinweis nicht gesehen hat sehr, sehr, sehr aussergewöhnlich einfälltig gewesen ist”.

Im weiteren Gespräch mit Michael Burat bringt es RA Posch doch tatsächlich fertig, von Herrn Burat die Abokosten vom ersten Jahr wieder zurückerstattet zu bekommen- und das noch in Bar.

Unser Rat:

Wenn die gesetzliche Widerrufsfrist verstrichen ist, weil die Rechnung erst mehrere Wochen später kam gilt:

Empfohlen wird den Betroffenen, der Zahlungsaufforderung schriftlich zu widersprechen (am besten per Einschreiben mit Rückschein) und die Sache auszusitzen.

Doch vorsicht, spätestens wenn Post von einem Gericht kommt muss gehandelt werden. Siehe hier

Niemals einer strittigen Teilzahlung einer Rechnung zustimmen, denn damit wird eine auch unberechtigte Forderung rechtens.

Wenn Sie Empfänger einer Mahnung von Abofallenbetreibern sind und nicht weiter wissen, wenden sie sich an die Verbraucherzentralen oder einen Rechtsanwalt ihres Vertrauens.

Inzwischen sind die meisten Abofallen weggebrochen.

Der Gesetzgeber hatte  zum 1. August dieses Jahres die sogenannte Buttonlösung eingeführt.

Das bedeutet: Vor dem Download von Internetangeboten muss der Verbraucher auf die entstehenden Kosten aufmerksam gemacht werden.

Das neue Gesetz scheint Wirkung zu zeigen.

“92 Prozent der Webseiten, die in der Vergangenheit bei den Verbrauchern wegen verschleierter Preisangaben für viel Ärger gesorgt hatten, sind derzeit nicht mehr aufrufbar oder eine Anmeldung ist nicht mehr möglich”,

so der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Doch  es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Es ist jederzeit möglich, dass entsprechende Internetseiten wieder online gehen und mit gleichen oder ähnlichen Tricks versuchen, Verbraucher abzuzocken.


Abzocke mit Outlets Tricks

Für Geiz ist Geil- Schnäppchenjäger sind Internetportale wie z.b. “Outlets.de” ein- ach so verlockendes Angebot. Dort könne man richtig Geld sparen.

Doch: Statt der erhofften Schnäppchen flatterte am Ende eine Rechnung für ein kostenpflichtiges Abo ins Haus.

Über dutzende von Lockvogelseiten, wie zb. “download-Service.de, Outlets.de, Routen-planung.de, Kochrezepte.de, cocktails-rezepte.de” werden Internetnutzer, wenn sie nicht genau aufpassen, in eine Kostenfalle gelockt.


Amtsrichter stellt fest: Kein rechtsgültiger Vertrag zwischen der Icontent GmbH und einem Beklagten

Es gibt wieder ein Urteil, AG Gladbeck (12 C 267/11) das gegen Michael Burat mit der Nutzlosseite “outlets.de” spricht.

Erstaunliche Sachkunde zeigte ein Gericht aus Gladbeck, dessen Amtsrichter den vollen Durchblick hatte, und das Begehren der Icontent GmbH-  Man hätte doch einen Vertrag zwischen einem Internetuser und der Internetseite   “outlets.de” abgeschlossen, zurückwies.

Gegen das Urteil wurde keine Berufung zugelassen.

Sehen Sie sich dazu das Urteil auf abzocknews.de an.

Arbeiterkammer (AK) Österreich bezeichnet die Internetseiten des Burat`schens Imperiums als Abzocke

Und wiedereinmal bekommt der Rodgauer Nutzlosseitenbetreiber Michael Burat die Meinung gesagt.

Die AK Österreich bezeichnet seine Nutzlosseiten, u.a. die  „Webtains GmbH“ oder „IContent GmbH“ als Abzocke.

Mit vermeintlichen “Gratis-Angeboten” locken dubiose Firmen die arglosen Internetnutzer auf ihre Abzockseiten.

Zahlungsaufforderungen und Inkassoschreiben wie z.b. der „Deutsche Zentral Inkasso“ folgen.

„Hinter dieser Vorgehensweise verbirgt sich eine Abzocke“,

warnt die AK-Juristin. Die Arbeiterkammer rät:

Bei „Gratis-Angeboten“ immer misstrauisch sein, vor allem wenn eine Registrierung verlangt wird. Allgemeine Geschäftsbedingungen lesen.

Durch Drohungen und Mahnschreiben nicht einschüchtern lassen und den Betrag keinesfalls einzahlen!

Schriftlich und eingeschrieben den Rücktritt erklären. Den Musterbrief „Rücktritt Internetfalle“ finden Sie in der Infobox.

Aufgabeschein und Kopie des Schreibens aber unbedingt aufheben.

Weitere Mahnungen von Inkassobüros oder Rechtsanwälten ignorieren.

Eine Liste der unseriösen Internetseiten finden Sie hier

Quelle AK Österreich