Tausende von Nutzlosseiten- Hier sind sie gelistet

Abofallenseiten, auch Nutzlosseiten genannt, gibt es mittlerweile zu tausenden in Deutschland und Europa.

Rund 3411 Abofallenseiten der in Deutschland bestens bekannten Betreiber, hat „Biene“ ehemals Schreiberin beim mittlerweile geschlossenen Forum  „autosec4u“ für uns zusammengetragen und gelistet.

Die Liste umfasst den Zeitraum von  August 2011 bis Februar 2012

Die komplette Liste-  Es sind 66 PDF Seiten, soweit man von “komplett” bei Nutzlosseiten reden kann- finden sie hier als PDF hinterlegt.

Versucht die Firma Webtains per Zahlungsaufforderung abzuzocken?

Letzte Mahnung, so lautet die bedrohliche Formulierung. Darunter eine Rechnungs- sowie eine Kundennummer.

101 Euro – davon 5 Euro Mahngebühren-  verlangt die Firma Webtains GmbH für einen „Jahreszugang Routen-Planung.de“ aus dem Hause Burat in Rodgau.

Für den Fall der Nichtzahlung werden weitere Kosten sowie ein Negativeintrag bei einer Wirtschaftsauskunft wie der Schufa oder der Creditreform angedroht.

Für Rechtsanwälte, die sich auf Internetrecht spezialisiert haben, ist die Firma Webtains keine Unbekannte.

Arglose Internetnutzer erhalten eine Zahlungsaufforderung der Webtains GmbH über 96 Euro, weil sie einen kostenpflichtigen Zwölf-Monats-Zugang auf der von Firma Webtains betriebenen Internetseite “Routenplaner-Service.de” gebucht hätten.

Und weil nun die Widerrufsfrist verstrichen sei, werden nun das Nutzungsentgelt und zusätzlich Mahngebühren fällig.

Empfohlen wird den Betroffenen, der Zahlungsaufforderung schriftlich zu widersprechen (am besten per Einschreiben mit Rückschein) und die Sache auszusitzen.

Doch vorsicht, spätestens wenn Post von einem Gericht kommt muss gehandelt werden. Siehe hier

Quelle: Märkische Allgemeine

Gerichtsentscheid: Kein Konto für den “Stacheldrahtkönig”

Die Story: Nutzlosbranchenkönig Michael Burat begehrt von einer Sparkasse für die Eröffnung und Führung für sein Unternehmen, die “RA Office GmbH” ein geschäftliches Girokonto auf Guthabenbasis.

Eine Bank hatte im Hinblick auf einen drohenden Image- Schaden, Michael Burat deshalb ein Konto versagt.

So klagte Herr Burat vor Gericht dagegen und unterlag.

Das Gericht entschied:

Eine Sparkasse darf einer Internetfirma ein Girokonto auf Guthabenbasis im Hinblick auf einen drohenden Imageschade versagen. Die Klage wird abgewiesen.

Die Kosten des Verfahrens hat die Klägerin zu tragen.

Das Urteil ist hinsichtlich der Kosten vorläufig vollstreckbar. Die Klägerin darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe der festzusetzenden Kosten abwenden, falls nicht die Beklagte vor der Vollstreckung Sicherheit in derselben Höhe leistet.

Quelle: Land Hessen

Dreiste Routenplaner Abzocke

Hans-Hermann B. will seinen Urlaub im Vogtland verbringen und sucht den schnellsten Weg für seine Reise. Im Internet wird er schnell fündig. Über eine Suchmaschine stößt er auf die Seite Routenplaner-Service.de. Er ahnt nicht, dass es sich bei dieser Seite um eine Abofalle handelt. Nutzer dieser Seite müssen sich für die Berechnung einer Strecke zunächst anmelden.

Arglos gibt der Niedersachse seine Daten an. Dabei übersieht er den Kostenhinweis auf der Internetseite. Kurz darauf bekommt Hans-Hermann B. eine Rechnung von der Webtains GmbH.

Die betreibt Routenplaner-Service.de und fordert Geld: 96 Euro jährlich, zwei Jahre lang.

Weil er nicht zahlt, überzieht ihn die Firma mit Mahnungen. Doch Hans-Hermann B. verweigert die Zahlung. Gegenüber Markt will sich die Betreiberfirma Webtains GmbH nicht äußern. Auch auf eine schriftliche Anfrage von Markt antwortet die Webtains GmbH nicht..



Akte2010: Die Abzockroutenplaner und das Abofallen-Imperium

Die Ferienzeit steht an: Aber wie komme ich mit dem Auto am schnellsten zum Urlaubsziel? Suchmaschinen bieten diverse Routenplaner an – so auch den der Firma „Webtains“.

Auf den ersten Blick ist er kostenlos – so denken Tausende und wundern sich 14 Tage später über eine Zahlungsaufforderung von satten 96 Euro.

Ich hatte einfach Angst vor den Folgen, dass es meine Nerven zu sehr belastet. Die haben mit Anwalt und Gerichtsvollzieher gedroht – und dann habe ich gezahlt.

So reagieren viele, weiss der Experte von Antispam, und:

Der Routenplaner ist eine altbekannte Masche, aber immer noch fallen Verbraucher täglich darauf herein.

Die Betreiberfirma Webtains hat eine Adresse in Eisenach – aber die Parallelen zu bekannten Frankfurter Abzocker-Kreisen sind offensichtlich.

Verbraucherzentralen raten: Betroffene sollten sich von Mahnbriefen der Firmen nicht beeindrucken lassen. Man sollte sich auch nicht  auf sinnlose Briefwechsel mit der Firma einlassen, noch unbesehen fragwürdige Rechnungen bezahlen.