Großer Schlag gegen die Abofallen-Mafia: Wie Opfer jetzt ihr Geld zurückbekommen!

Sven Schulze

(C) F.K.

Online Downloaden, 99downloads, Online Premium Content – die Drahtzieher dieser Abofallen sind immer dieselben.

Aber sie verstecken sich hinter ständig wechselnden Firmennamen und vielen oft ahnungslosen Strohmännern.

AKTE ist den Hintermännern seit Monaten auf der Spur. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat aktuell zwei der führenden Köpfe festgenommen.

Der Vorwurf: Gewerbsmäßiger, bandenmäßiger Betrug. Rückenwind bekommen die Ermittler von einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt (Az. 1 Ws 29/09).

Erstmals wird es wirklich eng für Betreiber von Internet-Abofallen. Sehen sie dazu den Videobeitrag von Akte2011

Den Abofallenbetreibern gehts an den Kragen

Beamte des Landeskriminalamtes für Computerkriminalität und Urheberrechtsverletzungen (LKA 54) haben zusammen mit der Staatsanwaltschaft Hamburg zwei Haftbefehle und ingesamt 70 Beschlüsse vollstreckt.

Den beiden 27- und 30-jährigen Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, mehrere tausend Geschädigte durch sogenannte “Abo-Fallen” betrogen und einen Gesamtschaden von fast 5 Millionen Euro verursacht zu haben.

Für die Einstellung der Abo-Seiten im Internet war ein Geflecht aus neun arbeitsteilig agierenden Unternehmen verantwortlich. Diese Firmen hatten ihren Sitz in Hamburg und Lüneburg (Niedersachsen). Auf den Internetseiten wurden Programme angeboten, die grundsätzlich oder zumindest als Testversion kostenfrei hätten bezogen werden können. Den Beschuldigten war es durch die Rechteinhaber nicht gestattet worden, diese Programme wirtschaftlich zu nutzen. Es besteht der Verdacht der Urheberrechtsverletzung.

Die Vielzahl der Anzeigenerstatter gab an, dass auf den Internetseiten kein Kostenhinweis vorhanden war oder dieser bewusst durch die Beschuldigten verschleiert wurde. Somit besteht der Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges.

Bei den Durchsuchungen in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Würzburg, Süderlügum und Lüneburg vollstreckten die Ermittler zwei Haftbefehle und arrestierten knapp 1,5 Millionen Euro. Zudem wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, welches noch ausgewertet werden muss. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes dauern an.

Haftbefehle wurden erlassen.

Quelle: Polizei Hamburg

Mozilla wehrt sich gegen Abzockerseiten: “mozilla.at”

mozStellen Sie sich vor, bei der U-Bahn würde jemand versuchen, Ihnen ein Gratisblatt um einen Euro zu verkaufen.

Genau das tun Abzocker-Portale, die Gratissoftware gegen Gebühr anbieten.

Wir berichteten im August letzten Jahres schon einmal über falsche Mozilla Downloads.

Laut Barbara Hüppe von Mozilla Deutschland wird man Schritte gegen die Seiten einleiten, da man nicht will, dass sich jemand so an “Open-Source Software bereichert.

Mozilla wehrt sich:

Wir werden nicht hinnehmen, dass unter Nutzung unserer Marken und Produkte versucht wird, Verbraucher zu prellen.

Verstöße können Internetnutzer hier auch an Mozilla melden: mozilla.com/en-US/legal/fraud-report/index.html

Nochmal ausdrücklich gewarnt werden muss vor den Internetadressen:

www.mozilla.at oder http://mozilla.at

quelle: derstandard.at