Unseriöse Modelagenturen: Wird mit den Träumen von jugendlichen abgezockt?

Unseriöse Modelagenturen locken mit fiesen Tricks:

Sie locken mit falschen Versprechungen, um das Vertrauen der Models zu gewinnen und ihnen ganz nebenbei das Geld aus den Taschen zu ziehen.

Anfangs, vielfach durch eine Annonce, tritt das Model erstmals mit der Agentur in Verbindung.

Darauf folgt meist eine Einladung zu einem Casting, welches oftmals eine Massenveranstaltung darstellt und keine Besonderheit ist, wie es auf der Einladung angepriesen wird.

In diesen ersten Schritten fällt nicht ein Hinweis zu eventuell anfallenden Gebühren.

Bei den Massenveranstaltungen werden die Models durch psychologisch geschickte Taktiken verleitet, Geld für die Setcard, die Aufnahme in die „Kartei“, später auch für Make-Up und Styling zu entrichten. Dies wird von den Agenturen als Normalität dargestellt.

Weitere Vorsicht ist vor teuren Modelkursen geboten.

Seriöse Modelagenturen sind daran zu erkennen, dass erst nach Vermittlung Entgelte erhoben werden. Weiterhin werden von ihnen keine „Gebühren“ oder „Honorare“ gefordert, z. B. für Setcards, Shootings.

Seriöse Modelagenturen wecken keine falschen Erfolgsaussichten, sondern bleiben realitätsnah, da die Möglichkeit eines Durchbruches für ein Model sehr selten ist. Empfehlenswerte Modelagenturen glauben an ihre Models und verrechnen Kosten mit den Honoraren aus den ersten Aufträgen

Joachim Geburtig von der Verbraucherzentrale in Rostock weist darauf hin:

“Dass die Verträge jungen Models durch den Erziehungsberechtigten nicht gebilligt werden müssen und bei Zustimmungsversagung unwirksam sind. Sollte es doch zu einem Vertragsabschluss kommen, achten Sie auf das Kleingedruckte und versteckte Kosten.“

Quelle: Pressemeldung Verbraucherzentrale

Der Traum vom Fotomodel Job

Mit dem Traum vom Leben als Fotomodel lässt sich viel Geld verdienen. Das dachten sich vielleicht auch die Inhaber der “Lorraine Media GmbH” mit der Internetseite “models-week.de” aus Berlin.

Und es scheint zu klappen – wenn auch vielleicht nicht für alle hoffnungsvollen Models.

Taff deckt auf  wie ein Unternehmen vermutlich bereits tausende Menschen abgezockt hat.

Die Stiftung Warentest berichtete bereits im Jahr 2008  wenig schmeichelhaft in ihrer Onlineausgabe über die Firma.

Hier noch der Originalbericht von Pro7

Fotomodell: Teure Fotos- Keine Karriere

Viele junge Menschen träumen von einen Karriere als Model, von Glamour, Geld und Laufsteg. Dubiose Castingunternehmen gaukeln Jugendlichen vor, diese Träume schnell zu erfüllen.

Sie wurden in ein Bielefelder Hotel gebeten, doch hier ging es dann um ganz plumpe Abzocke. Der WDR auf den Spuren solcher Abzocker. Ein Beitrag von Jürgen Mahncke

Dubiose Model-Agentur will Leichtgläubige abzocken?

Die  Modell Agentur Tele­Cast versucht, die Teilnehmer zu betrügen

sagt eine 29-jährige Insiderin aus dem Modelbusiness. Darauf deute auch die unprofessionelle Homepage mit fehlenden Angaben von Referenzen oder Vorgaben an Models ­betreffend Körpergrösse und Masse. Um Werbung für das bevorstehende Casting im ­Hotel Continental-Park zu machen, hatte die Agentur ­Inserate in Print- und Onlinemedien geschaltet. Sie sucht angeblich neue Gesichter für Mode- und Katalogaufnahmen.

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Das Casting ist kostenlos. Für die Aufnahme in unsere Kartei, die Bildbearbeitung und Datenpflege berechnen wir eine Jahresgebühr von 35 €. Ihre Fotos können Sie gegen eine Aufwandsgebühr (Rohling, CD-Hülle und Technik) von 15 € mitnehmen. Ihre persönliche Secard können Sie gegen eine Bearbeitungsgebühr von 20 € wie folgt bestellen.

Was es kostet erfährt man erst durch einen Besuch der Homepage.

Am ­Telefon wurde ausserdem gesagt, dass man Models für Neckermann, Otto und Quelle suche

so die Insiderin.

Die TeleCast ist aber weder bei Quelle Schweiz noch bei Neckermann in Deutschland bekannt, wie Anfragen zeigten.

TeleCast-Chef Michael Krause war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

quelle 20min.ch