Maschmeyer entgeht Verfahren durch Millionenzahlung

maschmeyerDie Ermittlungen gegen AWD-Gründer Carsten Maschmeyer wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz sind eingestellt worden.

Allerdings wurde das für ihn richtig teuer. Carsten Maschmeyer muss kein Verfahren wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz fürchten.

AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat mit der Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2,9 Millionen Euro ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover abgewendet.

Die von Maschmeyer gezahlten Millionen seien zum Teil an eine wohltätige Organisation gegangen.

Es habe der Verdacht bestanden, dass Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Quelle: dpa

Bizarre Berufskrankheit: Missbrauch und kein Ende

Während in Rom, dem Sitz des katholischen Pontifex, die obersten Klausner einen neuen Papst herbeiräuchern, pfeift aus dem Flachland eine steife Brise Richtung Rom. Gerade fristgemäß, wie man dem Anlass entsprechend meinen könnte.

Diesmal sind die armen Mädchen an der Reihe.

Vor denen haben die frommen Sünder nämlich auch nicht halt gemacht: Tausende, die Rede ist von möglicherweise Zehntausenden, stehen auf der Opferliste der katholischen Zuchtlosigkeit. So offenbart es der Untersuchungsbericht, der am Wochenende in Den Haag veröffentlich wurde.

In katholischen Einrichtungen des Nachbarlandes gärte es schon lange. Ob Priester, Klosterbruder, Ordensschwester, auch bedienstete Laien, jede Gruppe ist im frevelhaften Treiben mit vertreten.

Quelle: telepolis

Missbrauchsstudie: Katholische Kirche geht juristisch gegen Pfeiffer vor

pfeiferNachdem die wissenschaftliche Aufarbeitung des Missbrauchsskandals vorerst gescheitert ist, geht die katholische Kirche nun juristisch gegen den Kriminologen Christian Pfeiffer vor.

Er habe von der Kirche eine Unterlassungserklärung erhalten, sagte der Direktor des ursprünglich mit der Studie beauftragten Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) in Hannover.

Pfeiffer sah zunächst keinen Anlass von seiner Position abzurücken, wollte sich aber noch juristisch beraten.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) warf der katholischen Kirche vor, sie sei womöglich nicht an der vollständigen Aufklärung von Missbrauchsfällen interessiert.

Die Rede war auch von gezielten Aktenvernichtungsmaßnahmen.

Quelle: tagesschschau

Katholische Kirche: Missbrauch-Studie vor dem Aus

Das Forschungsprojekt zur Untersuchung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche ist vorerst gescheitert.

Die Deutsche Bischofskonferenz teilte mit, der Vertrag mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) sei mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Der Missbrauchsbeauftragte der Kirche, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, nannte als Grund das mangelnde Vertrauen in den Leiter des Instituts, Christian Pfeiffer.

Im NDR sagte Pfeiffer, die Kirche beanspruche “im Grunde ein Zensurrecht.

” Dies sei “unvereinbar mit der Freiheit wissenschaftlicher Forschung”.

Ein Sprecher des Erzbistums München und Freising wies die Vorwürfe zurück.

Von “Zensurwünschen” der Erzdiözese könne keine Rede sein. Es müsse darüber diskutiert werden, “wie der unbedingte Wille zur Aufklärung im Sinne der Opfer von Missbrauch mit der notwendigen Sorgfaltsverpflichtung sowie Fürsorgepflicht gegenüber kirchlichen Mitarbeitern zu vereinbaren ist”.

Dabei gehe es um Fragen des Datenschutzes und der Anonymisierung. Nach Angaben Pfeiffers sei dies aber gewährleistet gewesen.

Audio: Kirche stoppt Missbrauchs-Aufklärung

AudioCarsten Schabosky (WDR), ARD Berlin 09.01.2013

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Ogg Vorbis

Quelle und mehr: tagesschau.de

Ermittlungen gegen Enthüllungsjournalist Wallraff

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat zwei Ermittlungsverfahren gegen den Kölner Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff eingeleitet.

Der Journalist hatte in der Vergangenheit immer wieder soziale Missstände aufgedeckt. Dabei arbeitete er oft verdeckt mit falscher Identität.

Zuletzt warf er dem Paketzusteller GLS unzumutbare Arbeitsbedingungen und Dumpinglöhne vor.

International erfolgreich war sein Buch “Ganz unten”. Darin schildert Wallraff wie er – verkleidet als Türke “Ali” – in deutschen Unternehmen ausgegrenzt und missachtet wird.

Ende der 70er Jahre hatte er mit Berichten über die Arbeitsweise im Boulevardjournalismus (“Der Mann, der bei der “Bild” Hans Esser war”) für Aufsehen gesorgt.

Wurde der Enthüller jetzt selbst “gewallrafft”?

Ein Sprecher der Ermittlungsbehörde sagte, geprüft werde der Anfangsverdacht der Steuerhinterziehung und des Sozialbetrugs. Zudem läge eine Anzeige wegen Prozessbetrugs vor.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gründen sich offenbar auf die Aussagen des ehemaligen Wallraff-Mitarbeiters Andre F.. Dieser hatte sich vor einigen Wochen selbst angezeigt. F. wirft dem Autor vor, ihn illegal beschäftigt zu haben.

Außerdem soll Wallraff F. aufgefordert haben, eine Unterschrift zu fälschen. Im Gerichtsstreit wegen seiner Recherchen in einer Großbäckerei habe Wallraff Blanko-Unterschriften für eidesstattliche Versicherungen verwendet, um die Missstände in dem Unternehmen zu dokumentieren.

Über die Motive für F.s “angebliche Enthüllungen” kann man nur spekulieren. “Fest steht, dass die zum Teil absurden Vorwürfe das Image von Günter Wallraff beschädigen sollen”, erklärte Wallraffs  Anwalt.

Ob die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt, ist unklar.

Wie lange die Ermittlungen andauern werden, sei derzeit nicht abzusehen, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde.

Quelle: rp-online