Belgische Justiz bewertet Scientology als kriminelle Organisation

Wie “heise.de” berichtet, verfügt die weltweit vertretene Organisation namens „Church of Scientology“ über reichhaltige internationale Erfahrung an Rechtsstreitigkeiten, etwa im Bezug auf ihren begehrten Status als möglichst steuerbefreite Religionsgemeinschaft oder Verbote von kritischen Stimmen.

In Frankreich wurde die dortige Sektion der finanziellen Zuwendungen zugetanen Bewegung vor Jahren wegen Betrugs verurteilt.

In Belgien nun, wo die missionierende „Wissenschaftskirche“ ihr europäisches Hauptquartier unterhält, ermittelt die Justiz wegen bedenklich ausgestalteter Arbeitsverträge.

Wie die Tageszeitung „De Tijd/L’Echo“ meldet, wurde angesichts weiterer Fälle wurde nun ein neues und weitaus umfassenderes Strafverfahren in die Wege geleitet.

Quelle: heise.de

Anonymous: Interne Mails von Scientology Österreich veröffentlicht

Die Kampagne gegen Scientology stellte von Anfang an einen Schwerpunkt in den Aktivitäten des losen Hacker/Innen-Zusammenschlusses Anonymous dar – und dieser Umstand hat sich bis heute kaum geändert.

Mit regelmäßigen Aktionen wird auch in Österreich immer wieder auf die Problematik hinter der in Österreich als Sekte eingestuften Organisation hingewiesen.

Nun scheint dem österreichischen Anon-Ableger ein größerer Coup gelungen zu sein: Wie per Twitter verkündet, wurde die gesamte interne Mail-Korrespondenz von Scientology Austria aus den Jahren 2010 und 2011 erbeutet.

Angehängt an die Nachricht sind Links auf fünf Download-Pakete, die PGP-verschlüsselt auf diverse File-Hoster hochgeladen wurden und zusammen knapp 3 Gigabyte an Daten beinhalten.

Der Mail-Dump geht einher mit einer kurzen Nachricht, in der die HackerInnen auf ihre Motivation für die Veröffentlichung eingehen: Scientology sei gefährlich, das müsse jeder wissen. Nachricht von AnonAustria auf Twitter

Quelle: derstandart.at

Agenten für Scientology: Der Scientology-Geheimdienst

Scientology ist eine der umstrittensten Sekten weltweit. Und dennoch folgen sogar Weltstars wie Tom Cruise und John Travolta der Organisation des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard.

Im Mittelpunkt des brisanten ARTE und SWR- Films  steht der Dokumentarfilm “Office of Special Affairs O.S.A. – Der Scientology-Geheimdienst”.

Er beleuchtet, wie die Geheimorganisation der Scientologen gegen Kritiker, Politiker, Juristen, Medien und Aussteiger in den USA, in Frankreich und in Deutschland vorgeht.

Scientology-Aussteiger, zum Teil auch aus der höchsten Führungsebene der Organisation, und Scientology-Experten erzählen von ihren Schicksalen, von ihren Erfahrungen mit dem Geheimdienst und schildern, wie die Agenten der Scientologen weltweit agieren.

PR-Aktionen, Sabotage-Akte, Unterwanderung von Behörden und Organisationen, das Schikanieren von Aussteigern und Verleumdungskampagnen gegen Gegner, so beschreiben Insider und Betroffene das Instrumentarium von O.S.A.

Viele fühlen sich beschattet, bedroht und eingeschüchtert.

Laut der internen Anweisungen des Sektengründers L. Ron Hubbard sind Methoden wie Infiltration, Erpressung, Fälschung, Betrug, Bestechung und Nötigung erlaubt, um “das Überleben von Scientology” zu sichern.

Der deutsche Verbraucherschützer Ingo Heinemann, berichtet, wie ihm die O.S.A.-Schnüffler zusetzten.

Konkreter benennt der ehemalige bayerische Innenminister und Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) die Umgangsformen der Scientology-Geheimen:

Ihre Überwachungssysteme seien denen der DDR-Staatssicherheit vergleichbar.

Das Arte-Kamerateam bekam dies direkt zu spüren. Bei den Dreharbeiten wurden sie mehrfach von O.S.A.-Mitarbeitern angegriffen, Tätlichkeiten waren auch im Doku-Film zu sehen. Scientology mag schwer angeschlagen sein. Doch die religiös ummäntelten Machtmenschen deshalb schon für gefahrlos zu halten, wäre ein schwerer Fehler.

Sehen Sie sich den spannenden Dokumentationfilm bei  ARTE  oder Vimeo an.

Bayerns Innenminister Herrmann fordert Scientology-Verbot

siencetologyViele Münchner beschwerten sich, dass Scientology in diesen Tagen Werbung in die Briefkästen stecken ließ.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann  machte sich am Donnerstag für ein Verbot der umstrittenen Organisation Scientology stark.

Scientology ist gefährlich und hat in unserem Land keinen Platz. Die Organisation vertrete die bedingungslose Unterordnung des Einzelnen unter ein totalitäres Herrschaftssystem. Das stehe in einem fundamentalen Gegensatz zum Grundgesetz. Scientology ist eine menschenverachtende Psycho-Sekte, die Druck auf ihre Mitglieder aufbaut und das Ziel verfolgt, diese finanziell auszubeuten. Scientology sei keine Kirche, sondern eine gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtete Organisation.

Wenn sie sich nocheinmal in Erinnerung rufen wollen, wie die Sekte operiert,  sehen sie dazu den Film die Seelenfänger.

Der Film hat einem breiten Publikum die menschenverachtenden Methoden von Scientology näher gebracht und die Gefahren der Sekte aufgezeigt.

Quelle Abendzeitung