Lottospielen:6aus49 wird teurer- Zusatzzahl wird abgeschafft

lottoErstmals seit 13 Jahren wird das Lottospielen teurer: von 0,75 auf 1,00 Euro pro Kästchen. Als Grund für die Preiserhöhung werden die in den letzten Jahren gesunkene Lottoeinnahmen angegeben.

Allerdings wurde im Gegenzug die Gewinnsumme in einigen Klassen angehoben. Auch die Gewinnwahrscheinlichkeiten wenn Sie 3 Richtige plus Zusatzzahl haben- wurde von der Chance: 1: 812  auf 1: 567 erhöht.

Das bedeutet, für Sie eine höhere Gewinnschance- aber nicht nur in der Gewinnklasse 3. Die Änderungen betreffen-  gestaffelt auch die Gewinnklassen 4 und 5.

Interessant für alle Lotto-Kunden dürfte  die Jackpott-Erhöhung sein: Ein Höchstgewinn, der vorher bei 11 bis 12 Millionen Euro lag, wird künftig schätzungsweise knapp 24 Millionen Euro bringen.

Alle Änderungen, die Sie hier übersichtlich aufgeführt bekommen, sollen vom 4. Mai an bundesweit gelten.

Auch die Zusatzzahl entfällt im übrigen und die Superzahl gewinnt an Bedeutung.

So gibt es eine weitere Gewinnstufe: Zwei Richtige plus Superzahl dafür soll es einen garantierten Gewinn von fünf Euro geben.

Dies ist interessant, da die Superzahl nur von 0 bis 9 gezogen wird, die jetzige Zusatzzahl allerdings von 1 bis 49.

Laut Lotto soll sich an der Gewinnwahrscheinlichkeit für den Höchstgewinn nichts ändern-  sie bleibt bei rund 1:140 Millionen.

Der Weg zur Annahmestelle nicht mehr nötig, um einen Tippschein abzugeben. Lottospieler in Deutschland haben die Möglichkeit, den Tippschein bequem vom heimischen Computer ausfüllen und im Internet abzugeben. Dies war nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts seit Januar 2009 verboten gewesen.

Im übrigen haben die “Online-Lotto Anbieter” strenge Anforderungen an den Jugend und Spielerschutz gestellt. So dürfen pro Person und Monat maximal 1.000 Euro eingesetzt werden.

Zusätzlich kann jeder Lottospieler ein eigenes persönliches Limit festlegen, das natürlich unter der Maximalsumme liegen muss. Online-Lotto ist zudem nur für Personen in Deutschland ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt.

Online angeboten werden alle staatlich lizenzierten Lotterieprodukte 6aus49, Spiel 77, Super 6, Euro-Jackpot und die Glücksspirale.

Tausche Traumhaus gegen Zelle: Das ehemalige süße Leben eines Gewinnspiel-Abzockers

Zwölf Jahre lang zockte der Wiener, Gerhard Bruckberger zehntausende Senioren in Europa mit falschen Gewinnversprechen ab. Die Opfer landeten bei sündteuren Mehrwertnummern.

Bis sie merkten, dass sie über den Tisch gezogen wurden, hatte „Europas größter Gewinnversender“ groß abkassiert.

Die Justiz vermutet einen Gesamtschaden von 50 Millionen Euro.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: schwerer gewerbsmäßiger Betrug, Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Geradezu exemplarisch verwiesen die Verbraucherschutzverbände in der Vergangenheit immer wieder auf die Machenschaften des Firmenimperiums Bruckbergers, um die offensichtlichen Schutzlücken der verbraucherschützenden Rechtsnormen.

Mitte April 2011 meldeten sieben Gesellschaften aus dem Versandhandels- und Gewinnverteilungs-Firmenkonglomerat um Gerhard Bruckberger am Wiener Handelsgericht Insolvenz an, wie die Wiener Zeitung berichtete: die WVD Direktverkauf GmbH, die G.N.V. Gesundheits- und Naturprodukte Versand GmbH, die I.R.U. Reiseunternehmen GmbH, die K.S.D. IT-Kundenservice GmbH, die U.S.G. Unterhaltungsspiele GmbH, die V.H.U. Versandhandelsunternehmen GmbH und die R.T.C. Radio-Television-Communcations Handels GmbH.

Für Bruckberger gilt die Unschuldvermutung.

Quelle: heute.at/ kanzlei Richter

Cyber-Kriminalität: In den Fängen der Internet-Mafia

internetFrüher erpressten Gangster von Firmen Schutzgelder, indem sie unverholen mit Verwüstung oder roher Gewalt drohten. Heute werden Unternehmen via Internet solange lahmgelegt bis ein bestimmter Geldbetrag auf einem Konto auf den Bahamas oder einem anderen Land eingegangen ist.

Oder es werden ihnen vertrauliche Daten gestohlen. Vergangenes Jahr wurden weltweit insgesamt 187 Millionen Kreditkarten-Identitäten entwendet. Mit den Informationen gehen Cyber-Gangster auf Shoppingtour oder handeln damit untereinander.

Im Jahr 2011 gab es allein in Deutschland fast 60.000 bekannt gewordene Fälle von Internetkriminalität.

Weltweit sind es mehr als eine Million pro Tag. Weltweit haben 2012 Internetkriminelle einen Schaden von 284 Milliarden Euro verursacht.

Jeder achte Deutsche wurde beim Online-Shopping bereits betrogen. So fallen die Leidtragenden zum Beispiel auf verführerische Angebote im Internet herein. Sie bestellen Ware, zahlen, aber erhalten nie das Bestellte oder ihnen wird beim Download einer Datei Schadsoftware untergejubelt, mit der die Kriminellen fortan jedes Passwort, jede E-Mail, jede Banktransaktion im Internet ausspionieren können.

Vor kurzem enthüllte die französische Zeitschrift “L’Express”, dass sogar das Computernetz des Elysee-Palastes gehackt wurde. Die Rechner aller wichtigen Berater des Präsidenten sollen geknackt worden sein. In Deutschland haben auf gleiche Art und Weise zwei Drittel aller Unternehmen wertvolle Geheimnisse verloren. Damit liegt Deutschland auf Platz zwei, hinter den USA und vor Frankreich.

Pro Sekunde werden irgendwo auf der Welt zwei neue Schadprogramme entwickelt und pro Minute in Deutschland zwei Identitäten gestohlen. Weltweit fanden sage und schreibe 5,5 Milliarden Cyber-Angriffe statt, ein Anstieg um 81 Prozent.

Warum können uns Internet-Gangster so leicht übers Ohr hauen? Wer sind sie und wer beschützt uns vor ihnen?

Sehen Sie sich dazu die spannende Dokumentation von Arte an.

Im Anschluss an den Film folgt ein Interview mit der Internet-Sicherheitsmanagerin der Firma Symantec, Orla Cox.

Und ein Interview mit J. Keith Mularski, Special Agent des FBI. (Ton Englisch) Sein Spezialgebiet: die Underground-Economy – ein riesiger, internationaler Schwarzmarkt für Internetkriminelle.

Erneuter Schlag gegen Krefelder Call-Center Szene und Gewinnspielbetrüger

Wie die Polizei Krefeld mitteilt schlug die Ermittlungskommission Call (EK Call) des Polizeipräsidiums Krefeld, in den frühen Morgenstunden des 10.12.2012 erneut zu.

Die privaten Wohnanschriften und mehrere Firmenanschriften der beiden Hauptbeschuldigten ca. 30 jährigen Brüder wurden durchsucht.

Beide Beschuldigte wurden festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.

Dieser hat die Untersuchungshaft angeordnet.

Hintergrund des Strafverfahrens, welches vom Staatsanwalt Herrn Pelka geführt wird, sind massive gewerbsmäßige Betrügereien in Zusammenhang mit sogenannten Gewinnspieleintragungen.

Die beiden Brüder betrieben ein Call-Center auf der Kimplerstraße in Krefeld Fischeln. Von hier aus wurden bundesweit Geschädigte unter der Vorspielung falscher Tatsachen und Gewinnversprechen zu vermeintlichen Verträgen verleitet.

Die Arbeitsweise war besonders perfide, da keinerlei Gegenleistungen erbracht wurden.

Der Schaden beläuft sich auf mindestens eine halbe Millionen Euro.

Quelle: Polizeipräsidium Krefeld

Cleverwin 25: Prozess wegen falscher Mahnbriefe

Der 42-jährige Alexander S. aus  Deutschland  stand am vergangenen Mittwoch in Österreich vor dem Salzburger Landgericht, weil er 3.830 falsche Mahnbriefe verschickt und damit 46.000 Euro kassiert haben soll.

cleverwin25- Klicken für größeres BildIn den Mahnschreiben forderte der Angeklagte im Namen einer fiktiven Gewinnspielfirma namens „Cleverwin 25“ die Adressaten auf, offene Zahlungen zu begleichen und umgehend 185,46 Euro zu überweisen.

Teilweise habe Alexander S. auch zweite und dritte Mahnschreiben mit entsprechend angehobenen Gebühren versandt, betont die Staatsanwältin.

Zahlreiche Adressaten bezahlten, obwohl sie an gar keinem Gewinnspiel teilgenommen hatte. So seien insgesamt 46.000 Euro auf dem Konto des 42-Jährigen gelandet, so die Staatsanwältin.

Der Angeklagte bekannte sich bei dem Prozess nicht schuldig – und präsentierte zu seiner Verteidigung eine abenteuerliche Geschichte.

Der Prozess wurde am Mittwoch auf unbestimmte Zeit vertagt.

Gegen Alexander S. läuft derzeit noch ein weiteres Ermittlungsverfahren. Er soll im November im Namen einer „Agentur für Gleichberechtigung“ von Salzburg aus Mahnschreiben an tausende Friseurbetriebe in Österreich geschickt haben.

Dabei forderte er jeweils einen Kostenersatz von 249 Euro, weil die Läden das Gleichbehandlungsgesetz im Zusammenhang mit der Preisgestaltung verletzt hätten.

Tatsächlich gelten seit September in der Branche sogenannte Musterpreislisten:

Dabei hat die Preisgestaltung für Haarschnitte nicht mehr nach dem Geschlecht, sondern der Haarlänge zu erfolgen.

Quelle: ORF