Nicht für den Müll:Die Essensretter

essensretterMehr als die Hälfte aller Lebensmittel landet im Müll! Mit diesem Ergebnis schockierte die Dokumentation Taste the Waste (2011) und löste eine heftige, öffentliche Debatte aus. Große Pläne werden seither geschmiedet.

Warum tritt der Gesetzgeber in Deutschland im Gegensatz zu anderen europäischen Regierungen nur mit eher unverbindlichen Appellen an die Öffentlichkeit?

“Das Wegwerfen lohnt sich für die Unternehmen leider allzu oft, weil die Nahrungsmittel so billig sind und die Arbeitskraft so teuer ist”, sagt Ernährungsexperte Prof. Guido Ritter von der Fachhochschule Münster.
Maßnahmen gegen die Verschwendung

Warum ist das so? Valentin Thurn hakt nach und sucht in ganz Europa nach Lösungen. Dabei trifft er auf viele Menschen, die bei dieser wichtigen Zukunftsfrage nicht mehr auf die Politik warten wollen. Zum Beispiel Familie Kotzur aus Ludwigsburg, die mit einem Abfalltagebuch herausfinden will, wie weit sie ihren Essensmüll verringern kann: “Das hat uns erst so richtig bewusst gemacht, was wir täglich in den Mülleimer schmeißen.”

Einzelne Supermärkte machen keine Ramsch-Angebote mehr, die die Kunden dazu verführen, mehr zu kaufen, als sie brauchen. Landwirte und Köche produzieren und fertigen nach der Maxime: “Feed the clients, not the bins!” – “Füttert die Kunden, nicht die Mülltonnen!”

Quelle: ARD

Luxemburger Kehrtwende bei Bankgeheimnis:Deutsche Steuersünder in Bedrängnis

geldLange Jahre galt auch Luxemburg als attraktives Ziel für alle, die ihr Geld am Fiskus vorbeischieben wollten.

Doch nun hat Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden überraschend eine verstärkte Zusammenarbeit mit ausländischen Steuerbehörden angekündigt.

“Wir wollen eine verstärkte Zusammenarbeit mit den ausländischen Steuerbehörden”, sagte Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.

Die Luft wird dünner für Steuerbetrüger.

Der internationale Trend gehe klar zu einem automatischen Informationsaustausch. “Den lehnen wir, anders als früher, nicht mehr strikt ab.” Das Bankgeheimnis in Luxemburg wird von vielen anderen Staaten äußerst kritisch gesehen, weil es ihnen zufolge Steuerhinterziehung begünstigt.

Quelle: Heute.de

Offshore-Leaks: Steuersünder enttarnt!

OffshoreDen megareichen Geldsäcken gehts ans Eingemachte. Ein internationales Netzwerk von Journalisten hat in gemeinsamer monatelanger Recherche Datenmengen aus insgesamt zehn Steueroasen ausgewertet – und somit zweifelhafte Geschäfte “Wohlhabender” aufgedeckt.

Die Unterlagen wurden anonym an das Internationale Konsortium für investigative Journalisten in Washington zugespiel und anschließend an einen ausgewählten Kreis internationaler Medien übergeben worden.

Die Auswertungen werden seit vergangenem Donnerstag (04.04.2013) veröffentlicht.

Darin wird aufgedeckt, wie beispielsweise der Playboy und Millionenerbe Gunter Sachs sein Geld in Steueroasen versteckte.

Nun hat auch das Bundesfinanzministerium Interesse an diesen Daten bekundet und möchte die Informationen prüfen. Die Staatsanwaltschaften im gesamten Bundesgebiet halten sich momentan noch bedeckt und wollen die Auswertung der Daten abwarten.

In anderen EU-Ländern, unter anderem auch in Griechenland, wurden bereits Ermittlungen gegen mehrere Offshore-Unternehmen angekündigt. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund dieser “Offshore-Leaks” mit weiteren juristischen Folgen zu rechnen sein dürfte.

Sehen Sie dazu den Bericht der Aktuellen Stunde vom WDR.

Europa:Schon wieder eine Währungsreform

nordeuroDie EU Finanzminister einigten sich letze Woche in einer streng geheimen Sitzung in Brüssel auf einen neuen Euro.

Den Papieren zufolge soll ab Mai 2013 aus wirtschaftlichen Gründen der jetzt gültige Euro gespalten werden.

Ab Mai dieses Jahres kommen dann neue Euostücke in Umlauf, Geprägt mit Nord und  Süd. Ferner markieren die Banken die im Umlauf befindlichen Banknoten mit einer „fälschungssicheren magnetischen Tinte”.

Diese neuen Euro-Scheine sollen vorübergehend als neue Währung akzeptiert werden.

Um zu vermeiden, dass auch Bürger anderer Euro-Länder ihre Euro in die neue, höher bewertete Währung umtauschen, solle das „Umstempeln” auf maximal zwei Tage begrenzt werden.

Der Nord-Euro-Raum soll Deutschland, die Niederlande, Belgien, Österreich, Finnland und Luxemburg umfassen.

Der Süd-Euro-Raum soll  Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Portugal umfassen.

Die Kosten für die Währungsumstellung werden auf etwa 20 Milliarden Euro beziffert, was ca. ein Prozent des Bruttoinlandprodukts und in etwa den angefallenen Kosten bei der Euro-Einführung entspricht.

Hintergrund:

Eine Gemeinschaftswährung verschiedener Staaten mit ähnlicher Wirtschafts- und Finanzstruktur ist durchaus vorteilhaft für alle beteiligten Länder. Dies ist aber beim aktuellen Euro nicht gegeben, da die verschiedenen Euro-Länder zu unterschiedliche Volkswirtschaften hätten.

Für die einen ginge der Schutz vor Inflation vor Geldstabilität, die anderen müssten hingegen die Möglichkeiten der Geldabwertung nutzen, um ihre Exporte zu steigern und ihre Wirtschaft anzukurbeln.

Beide Arten von Volkswirtschaften könnten sich folglich nicht einen gemeinsamen Währungsraum teilen.

Der große Euro-Schwindel: Wenn jeder jeden täuscht

Verona, im Frühjahr 1996. Theo Waigel, damals deutscher Finanzminister schaut seinen griechischen Amtskollegen Yannos Papantoniou erstaunt an:

„Ihr seid nicht dabei und werdet nicht dabei sein.“

Auf dem EU-Finanzministertreffen hatte Papantoniou plötzlich gefordert, dass auch griechische Buchstaben auf die Banknoten gedruckt werden.

„Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass Griechenland mit seinen Zahlen in absehbarer Zeit Mitglied werden würde“

so Waigel.

Doch Papantoniou bleibt bei seiner Forderung und schlägt Waigel eine Wette vor:

Griechenland werde den Euro bekommen. Heute – nach nur zehn Jahren ist Europas historisches Gemeinschaftsprojekt in Gefahr.

Die folgenschweren Fehlentscheidungen in der Frühphase des Euro werden in dieser Dokumentation aus der Sicht der unmittelbar Betroffenen erzählt. Der Film ist eine spannende Chronik weltgeschichtlicher Ereignisse.

Der Autor Michael Wech rekonstruiert, wie sich Europas Politiker gegenseitig täuschten.

Nahezu alle verantwortlichen Finanzpolitiker in Deutschland, Griechenland und Brüssel sprechen offen über die wilden Anfänge der Währung, darunter u. a. die beiden ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel und Hans Eichel, der heutige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der langjährige Chef der Eurogruppe Jean-Claude Juncker, der frühere Bundesbankchef Hans Tietmeyer, sowie der damalige Finanzminister Griechenlands Yannos Papantoniou.

Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen und stellt fest:

Die Krise des Euro ist eine Geschichte von Betrug und Selbstbetrug – aller Mitglieder. Sehen Sie sich dazu folgenden Filmbeitrag dieStory an.