Maschmeyer entgeht Verfahren durch Millionenzahlung

maschmeyerDie Ermittlungen gegen AWD-Gründer Carsten Maschmeyer wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz sind eingestellt worden.

Allerdings wurde das für ihn richtig teuer. Carsten Maschmeyer muss kein Verfahren wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz fürchten.

AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat mit der Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2,9 Millionen Euro ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover abgewendet.

Die von Maschmeyer gezahlten Millionen seien zum Teil an eine wohltätige Organisation gegangen.

Es habe der Verdacht bestanden, dass Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Quelle: dpa

Gericht weist neun Klagen gegen die AWD ab

Wie die dpa berichtet, hat der Finanzdienstleister AWD  in der bundesweiten Klagewelle wegen möglicher Falschberatung und umstrittener Provisionszahlungen einen Teilerfolg erzielt.

Das Landgericht Hannover wies am vergangenen Freitag 9 Fälle mit Vorwürfen von Anlegern gegen das von Ex-Chef Carsten Maschmeyer gegründete Unternehmen ab.

Dabei ging es um die Frage, ob AWD-Berater zu hohe Prämien für den Vertrieb von Medienfonds einstrichen. Die 7. Zivilkammer konnte keine Verletzung der Aufklärungspflichten feststellen.

Etwas anders sieht es anscheinend in Österreich aus. Die AWD wurde vom Verein für Konsumentenschutz wegen “gewerbsmässigen Betruges” angezeigt. Der AWD weist die Vorwürfe als “haltlos” zurück. Die Konsumentenschützer sprechen von 7000 Beschwerden.

Interessant ist- wenn vom AWD die Rede ist, der Bericht des ORF “Fast ganz sicher”. Die Recherche zur Geschichte gestaltete sich mitunter skurril, erinnert sich Schauplatz-Reporter Ed Moschitz.

“Der Pressesprecher hat am Telefon auf meine Fragen immer nur gelacht.”

Der AWD ist seit 2007 im Eigentum der Rentenanstalt Swiss Life. Die plant Umbenennung und Umstrukturierung.

Im Film des ORF erzählen Anlageberater,  mit welchen Methoden sie an das Geld ihrer Kunden kamen. Die Kunden wussten zum Teil nicht, dass sie in hochriskante Aktien investierten. Als die Finanzblase platzte, blieb schließlich nichts mehr übrig.

Im übrigen sind in Österreich hunderte Verfahren gegen die AWD anhängig.


Nach dem Filmbericht des ORF gab die AWD eine Stellungnahme zum Bericht ab.

Stellungnahme des AWD (klicken für größeres Bild)

Der “Friedens” Vertrag zwischen NDR und Maschmeyer geleaked

Den Nachdenkseiten ist der am 05.07.2011 unterzeichnete Deal zwischen Maschmeyer & Co. und den NDR-Leuten zugespielt worden.

Tage vorher beim Treffen von Netzwerk Recherche hatten sich der NDR-Justiziar und der Kollege Fricke für ihre heroische Arbeit feiern lassen, den Journalisten den Rücken zu stärken.

Obwohl man große Aussichten hatte, die Rechtsstreite zu gewinnen, macht man plötzlich vor Maschi “Männchen” und teilt sich sogar die Prozesskosten.

Hatte sich der NDR durch seine Haltung gegenüber dem mächtigen Maschi über ein halbes Jahr hinweg profiliert, so dürfte er in der Achtung der Gebührenzahler aufgrund Feigheit vor dem Feind in gleicher Weise wieder gesunken sein.

Quelle Kanzlei Kompa via Nachdenkseiten

Kuhandel zwischen Maschmeyer und dem NDR?

Wie auf dem Blog von Rechtsanwalt Kompa zu lesen ist, scheint man das “Kriegsbeil” zwischen Maschmeyer und dem NDR  begraben zu wollen.  Eine Woche, nachdem Maschmeyer nicht, wie zwischenzeitlich abgekündigt, beim Jahrestreffen von Netzwerk Recherche aufgelaufen ist, wird nun bekannt, dass man sich zur “Nichtverfolgung” der Rechtsstreite entschlossen hat.

Die Süddeutsche deutet an, es sei Maschmeyer gelungen, etliche Kräfte im NDR zu binden. Andere Vorteile aus dem Deal sind kaum erkennbar. So wird der Judge’s Cut entfernt und das Häuschen von Machmeyer darf nicht mehr gezeigt werden – was lächerlich ist, denn zum Protzen ist es doch wohl da.

Maschmeyer selbst will nun – kein Witz – ins TV-Geschäft einsteigen: Papagei-TV.

Quelle Ra Kompa

Der Drückerkönig drückte sich– Carsten Maschmeyer kniff

Auf der Journalisten-Tagung von Netzwerk Recherche, die stets in den Räumen des NDR in Hamburg stattfindet, gab es ein Panel zur Sendung von Christoph Lütgert über den AWD. Das Recherche-Team schilderte die Widerstände, auf welche man bei der Produktion stieß.

So hatte nicht nur der Sender Abmahnungen bekommen, sondern auch den Journalisten persönlich – zum Teil freie Mitarbeiter – hatte man Angst einjagen wollen. Recherchefehler mussten sich die NDR-Leute nicht vorwerfen lassen. Das gegenwärtige (lächerliche) Verbot, die Interviewversuche mit Maschi zu zeigen, sind natürlich wieder dem Persönlichkeitsrecht geschuldet.

Text Quelle Ra Kompa