Neues Urteil gegen Abofallenbetreiber und Inkassoabzocke

Vor etwa 2 Jahren begann die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, Banken und Sparkassen anzuschreiben um diesen mitzuteilen dass fragwürdige Inkassounternehmen über deren Konten “schmutziges Geld” aus Abfofallen eintreiben.

Viele der angeschriebenen Geldinstitute kündigten daraufhin die entsprechenden Konten.

Die “Deutsche Internetinkasso” hatte vor dem LG Frankfurt gegen ein solches Schreiben der VZ Brandenburg geklagt und nunmehr verloren.

In dem bemerkenswert klaren Urteil wurde festgestellt, dass die von den Verbraucherzentralen versendeten Schreiben an Banken und Sparkassen deswegen gerechtfertigt sind, weil das fragliche Inkassounternehmen Forderungen eintreibt, die unter Verstoß von § 1 Abs. 6 Preisangabenverordnung erschlichen worden sind.

Außerdem handelt es sich nach Auffassung des Gerichts um eine von Art. 5 Grundgesetz umfasste freie Meinungsäußerung.

Quelle: Verbraucherzentrale SH

Unseriöses Inkasso

Unseriöse Inkassopraktiken sind ein Massenphänomen geworden, dem sich die Politik stellen muss. In den vergangenen Jahren haben Fälle unseriöser Inkassopraktiken  erheblich zugenommen.

Immer häufiger ist dabei ein Zusammenwirken unseriöser Firmen mit Inkassounternehmen zu beobachten.Verbraucher werden mit übelsten Methoden unter Druck gesetzt, zum Teil- es scheint so, sogar erpresst.

Es gibt Inkassounternehmen die es gar nicht gibt, so eine “Prooinkasso” mit angeblichem Sitz in Berlin, aber die Firma ist nicht zu finden.

Die Firma “Prooinkasso” nicht verwechseln mit Proinkasso, die aber auch nicht unbedingt als seriös arbeitend zu bezeichnen ist.

Aktion unseriöse Inkassounternehmen

Unseriöse Inkassopraktiken sind ein Massenphänomen geworden, dem sich die Politik stellen muss. In den vergangenen Jahren haben Fälle unseriöser Inkassopraktiken im Beratungsalltag der Verbraucherzentralen erheblich zugenommen.

Immer häufiger ist dabei ein Zusammenwirken unseriöser Firmen mit Inkassounternehmen zu beobachten.

Die Verbraucherzentralen haben von Mitte Juli bis Ende September 2011 gezielt Verbraucherbeschwerden zum Thema Inkasso gesammelt und ausgewertet.

Ziel der Aktion war es, unseriöse Praktiken von Inkassounternehmen zu analysieren und anhand der Auswertungsergebnisse Vorschläge zu erarbeiten, wie unseriöse Inkassopraxis künftig wirkungsvoll eingedämmt werden kann.

In der Erhebung konnten insgesamt rund 4.000 Fälle von Beschwerden aus persönlichen Beratungen in den beteiligten Verbraucherzentralen gesammelt werden.

Die detaillierten Ergebnisse der Inkasso-Auswertung sowie die verbraucherpolitischen Forderungen finden Sie hier:

Auswertung von Verbraucherbeschwerden zu Zahlungsaufforderungen von Inkassounternehmen (334 kb, pdf)

Auswertungsergebnisse in Zahlen (176 kb, pdf)

Top 10 der Inkassounternehmen nach Fallzahl (49 kb, pdf)

Quelle: Verbraucherzentrale

Nicht vergessen: Petition gegen unseriöse Geschäftemacher

Im Netz der Abkassierer- Wie Geschäftemacher und Geldeintreiber Internetnutzer abzocken

Eigentlich wollten sie nur schnell nach einem Kochrezept suchen oder einen Routenplaner nutzen, schon haben sie sich auf einer Webseite registriert-  und dabei ohne es zu merken ein teures Abonnement abgeschlossen.

Wenn der Abo-Fallensteller auch noch ein unseriöses Inkasso-Büro einschaltet, kann es richtig unangenehm werden – bis hin zu Drohanrufen.

Viele Verbraucher lassen sich von den Drohgebärden einschüchtern und zahlen. Obwohl die Forderungen in den meisten Fällen gar nicht berechtigt sind, wie die Verbraucherzentralen gerade erst in einer Studie festgestellt haben.

Aber die Abofallen-Betreiber sind raffiniert und einige von ihnen stecken auch noch mit zweifelhaften Geldeintreibern unter einer Decke.

Der auf IT-Recht spezialisierte Rechtsanwalt Benedikt Klas sagt:

“Die angeschlossenen Inkasso-Unternehmen leisten nichts anderes als Beihilfe zum Betrug”.

Dazu kommt, dass die Staatsanwaltschaften und Gerichte bisher nicht fähig sind, den Abzockern das Handwerk zu legen.

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Betrug mit System? Inkasso-Büros und Abofallen-Betreiber

Mitfahrzentralen, Kochrezepte, Routenplaner und Schnäppchen: Bei diesen Angeboten können Sie in die Abofalle tappen.

Dann bekommen Sie Post von Inkasso-Büros – und die arbeiten in Bayern mit System.

Im interessanten Hörfunkbeitrag kommen unter anderem der Buchautor Andreas Sterntal (Brieffreundschaft mit einem Abzocker) sowie Rechtsanwalt Benedikt Klas zu Wort.

Quelle: Bayerischer Rundfunk