Nazi-Netzwerk:Stille Post aus dem Knast

knastNeonazis in der Justizvollzugsanstalt Hünfeld/Hessen ist es gelungen, bundesweit Kontakte zu inhaftierten Gesinnungsgenossen aufzubauen – unbemerkt von der Justiz. Ein Neonazi-Netzwerk in hessischen Gefängnissen hat aber nicht nur Kontakt zum Umfeld der Terrorzelle NSU gesucht.

Es gab Versuche, direkt an Beate Zschäpe zu schreiben, wie Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) am Mittwoch mitteilte. Als hessische Justizbeamte vor einigen Wochen die Zellen rechtsextremer Häftlinge durchsuchten, fanden sie Hinweise auf ein Neonazi-Netzwerk, das bundesweit in deutschen Gefängnissen gespannt werden sollte.

Bernd T., einer der Netzwerker, ist ein wegen Totschlags verurteilter Skinhead, der militante Gruppen anführte und Kontakte zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) gehabt haben soll.

Aussteiger aus der Neonazi-Szene berichten, dass Justiz und Politik nicht nur wegschauen, wenn Rechtsextreme Kassiber in Gefängnisse hinein- und aus Haftanstalten herausschmuggeln.

Einige Wärter würden sogar mit den inhaftierten Neonazis sympathisieren.

Frontal21 über braune Gefängnisnetzwerke und ihre Helfer.

Multijobber:Wenn ein Job nicht mehr reicht

multijobberWir haben das Phänomen der Multi-Jobber. Das sind Menschen, die mit dem Geld, das sie in ihrem Hauptjob verdienen, nicht mehr auskommen. Niedriglöhne macht Regina Sparfeld-Möbus, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Südwestfalen, für das Phänomen verantwortlich.

Sie gehen deshalb tagsüber putzen und nachts kellnern. Ihre Zahl steigt und steigt: In den vergangenen zehn Jahren hat sich ihre Zahl von 1,2 auf 2,6 Millionen mehr als verdoppelt. Besonders viele von ihnen leben in den teuren Boom-Regionen Süddeutschlands.

Abhilfe könne nur ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn schaffen, sind sich Verdi und NGG einig. 8,50 Euro pro Stunde könne nur der Einstieg sein. Denn, so Helge Adolphs, Geschäftsführer der NGG-Region Südwestfalen, reiche das „gerade mal für ein Leben haarscharf über Hartz-IV-Niveau“.

Die 8,50 Euro kriegt längst nicht jeder. „Löhne von fünf bis sieben Euro sind kein Einzelfall“, erklärt Karsten Braun, stellvertretender Leiter des Verdi-Bezirks Südwestfalen. Es gibt sie nicht nur an der Brötchentheke, sondern überall im Dienstleistungsgewerbe.

Auch ohne genaue Zahlen spürt er die Tendenz nach oben deutlich. Durch Leiharbeit, mehr Zeitarbeit, Auslagerung, amerikanische Verhältnisse. Armut im Alter werde steigen.

Frontal21 über die drastische Zunahme der Multi-Jobber.

Krebsfrüherkennung zu wenig genutzt

krebsJährlich sterben ca. 21.000 Menschen in Niedersachsen an Krebs; rund 48.0000 Neuerkrankungen werden landesweit registriert.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse  Landesvertretung Niedersachsen ist Prostatakrebs mit 28,3 Prozent die häufigste Krebsneuerkrankung bei Männern im Land. Bei den Frauen steht Brustkrebs mit 32,3 Prozent an erster Stelle.

Obwohl mehr Männer als Frauen an Krebs erkranken, gehen Männer deutlich seltener zur Krebs-Vorsorge.

Während sich über die Hälfte der Frauen (58,48 Prozent) im Jahr 2011 untersuchen ließ, war es beim männlichen Geschlecht nur knapp mehr als jeder Vierte (28,64 Prozent).

Inga Heinrich, Sprecherin der TK in Niedersachsen:

“Vorsorgeuntersuchungen müssten für Frauen und Männer ein jährlicher Pflichttermin sein. Dazu zählt unbedingt die Krebsfrüherkennung für Frauen ab 20 Jahren und für Männer ab 45 Jahren. Denn für viele Krankheiten gilt: Je früher sie ein Arzt diagnostiziert, desto größer sind die Heilungschancen.”

Nicht für den Müll:Die Essensretter

essensretterMehr als die Hälfte aller Lebensmittel landet im Müll! Mit diesem Ergebnis schockierte die Dokumentation Taste the Waste (2011) und löste eine heftige, öffentliche Debatte aus. Große Pläne werden seither geschmiedet.

Warum tritt der Gesetzgeber in Deutschland im Gegensatz zu anderen europäischen Regierungen nur mit eher unverbindlichen Appellen an die Öffentlichkeit?

“Das Wegwerfen lohnt sich für die Unternehmen leider allzu oft, weil die Nahrungsmittel so billig sind und die Arbeitskraft so teuer ist”, sagt Ernährungsexperte Prof. Guido Ritter von der Fachhochschule Münster.
Maßnahmen gegen die Verschwendung

Warum ist das so? Valentin Thurn hakt nach und sucht in ganz Europa nach Lösungen. Dabei trifft er auf viele Menschen, die bei dieser wichtigen Zukunftsfrage nicht mehr auf die Politik warten wollen. Zum Beispiel Familie Kotzur aus Ludwigsburg, die mit einem Abfalltagebuch herausfinden will, wie weit sie ihren Essensmüll verringern kann: “Das hat uns erst so richtig bewusst gemacht, was wir täglich in den Mülleimer schmeißen.”

Einzelne Supermärkte machen keine Ramsch-Angebote mehr, die die Kunden dazu verführen, mehr zu kaufen, als sie brauchen. Landwirte und Köche produzieren und fertigen nach der Maxime: “Feed the clients, not the bins!” – “Füttert die Kunden, nicht die Mülltonnen!”

Quelle: ARD

Bot ergaunert sich Admin-Rechte und killt Virenscanner

Bild: G DataDie Antivirenexperten von G Data haben einen Bot entdeckt, der in der Lage ist Virenscanner lahm zu legen. Damit er das kann zeigt er zunächst eine gefälschte Windows-Fehlermeldung an, um sich Admin-Rechte zu erschleichen.

Laut der gefälschten Fehlermeldung ist ein kritischer Festplattenfehler im Ordner “Eigene Dokumente” aufgetreten und es soll ein Datenverlust drohen. Klickt der Nutzer auf “Dateien wiederherstellen”, erscheint ein Dialog der Benutzerkontensteuerung. Wer diesen in dem Glauben dass dadurch eine Datenrettung erfolgt auf  wiederherstellen klickt, verleiht dem Schädling “Bot” Admin-Rechte.

Dann sucht Beta Bot nach den Sicherheitslösungen, die er angreifen kann. Er kann Prozesse beenden, Registry Keys unwirksam machen oder die Auto-Update Funktion ausschalten.Bild: G Data

Laut G Data wird der Beta Bot genannte Schädling für rund 500 Euro in einem Untergrundforum gehandelt.

Dort wird er mit dem Versprechen angeboten, dass er fast 30 Sicherheitslösungen ausschalten kann- und dass man ihn nur schwer wieder los wird.

Quelle: GData