Gutscheine- bei einer Insolvenz wertlos

max bahrGutscheine sind ein beliebtes Geschenk wenn man nicht weiss, was man schenken soll. Doch was ist, wenn das Unternehmen von dem man den Gutschein erworben hat, Insolvenz anmeldet?

So geschehen bei den Baumärkten “Max Bahr” und “Praktiker“.

Wer mit den gekauften Gutscheinen noch bezahlen will, wird Pech haben- die Märkte wollen die Gutscheine nicht mehr einlösen.

“Max Bahr” nimmt auf Anweisung des vorläufigen Insolvenzverwalters keine Gutscheine mehr entgegen. Ähnlich geht es Kunden, die in Vorkasse getreten sind. Auch sie können nicht mit einer Rückerstattung ihrer Anzahlung rechnen.

Die Verbraucherzentrale kennt den Ärger und das Problem. Aber sie kann nicht weiterhelfen. Denn die Firmen handeln nach deutschem Insolvenzrecht.

„Verbraucher mit Warengutscheinen sind Gläubiger, genau wie Lieferanten: Die Verbraucher warten auf die Ware, Lieferanten aufs Geld, beide sind gleich gestellt im Insolvenzverfahren, sodass sie ihre Ansprüche anmelden müssten“, sagt Peter Lindackers von der Verbraucherzentrale NRW.

Sehen Sie sich dazu den Videobeitrag des WDR- und der Sendung Markt an.

5 Kommentare

  1. Marco sagt:

    Die Überschrift ist irreführend, denn Gutscheine sind nicht generell wertlos. Im Klartext:

    Der Inhaber eines Gutscheins ist nach Insolvenzrecht Gläubiger, ähnlich den Banken und Lieferanten, die noch offene Forderungen haben. Es ist dabei egal, ob es sich um Geld oder Ware handelt.

    Wenn es die Gutscheinsumme lohnt, sollte man sich beim Insolvenzverwalter als Gläubiger anmelden, um hier ggf. seinen Anteil zu bekommen.

    Diese Regelung ist sehr unbefriedigend und entspricht nicht dem allgemeinen Rechtsempfinden. Vielmehr sollten Gutscheine insofern eingelöst werden, wie noch Ware im Markt vorhanden ist. Ähnlich behalten sich Lieferanten auch das Eigentumsrecht an unbezahlter Ware vor. Banken lassen sich Sicherheiten geben. Hier zieht der kleine Mann (oder Frau) mit seinem hoffentlich nicht zu hochen Gutscheinbetrag den Kürzeren und trägt das volle Insolvenzrisiko.

    • stern51 sagt:

      Ja freilich, und Du kommst als letztes dran. Den ganzen Papierkrieg usw. – alles umsonst.
      Ich mache Dir einen anderen Vorschlag: Wenn Du nicht weißt, für was Du den Gutschein einlösen möchtest? Warte nicht zu lange – kaufe Dir Gartenzwerge…

  2. carsten sagt:

    und weiss heisst das jetzt ? kann ich meine Gutscheine wegwerfen oder wenn max bahr erhalten bleibt wieder einlösen?

  3. Günter Fenske sagt:

    Es ist schlicht und ergreifend eine Unverschämtheit daß Gutscheine nach Insolvenzeröffnung nicht mehr eingelöst werden. Deutsches Insolvenzrecht? Wo steht das? Es kann nicht rechtens sei, daß man als Gutscheininhaber in den großen Topf der Gläubiger geschmissen wird und dann evtl. wenn überhaupt nach Jahren was weiß ich wieviel bekommt je nachdem was bei der ganzen Insolvenzgeschichte rauskommt.

  4. stern51 sagt:

    Gutscheine sollte man sich nicht lange aufbewahren. Schnell wie möglich einlösen, so haben die Häuslebauer auch was davon.

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