Sport-Wunder des Jahres gesucht

Ob Sport nach einem Schlaganfall, gegen Diabetes, Depression oder als sportlicher Aufbruch in ein neues Leben nach einer Krise.

Aus vielerlei Gründen haben Menschen begonnen, sich plötzlich zu bewegen und Sport zu treiben.

Vielleicht um dadurch neue Kraft zu tanken oder zurück ins Leben zu finden.

Die Techniker Krankenkasse (TK) sucht Menschen, die ihre eigene, ganz persönliche “Sport-Geschichte” haben.

Die eindrucksvollste Geschichte wird prämiert.

Eine Jury mit Biathlon-Star Magdalena Neuner bestimmt unter allen Einsendungen, wer “Sport-Wunder” des Jahres 2012 wird.

Die TK will mit dem Preis Menschen würdigen, die Sport als “Drehknopf fürs Leben” entdeckt haben und anderen Menschen durch ihre Erlebnisse Mut machen können.

Jeder kann sich bewerben und Vorschläge machen.

Teilnahmeschluss ist der 30. Juli 2012.

Die Preisverleihung, die am 27. August in Hamburg stattfindet, ist eine gemeinsame Aktion der Sport BILD und der TK.

Interessierte können das Teilnahmeformular unter tk.de/lv-niedersachsen, herunterladen und die beantworteten Fragen per E-Mail an sportwunder@tk.de senden.

Widerspruch schützt vor Datenhandel nicht

Das am 27.6.2012  im Bundestag verabschiedete Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens könnte auch Gesetz zur Rückentwicklung des Datenschutzes heißen.

Im nun verabschiedeten Gesetz heißt es:

“Die betroffene Person hat das Recht, der Übermittlung ihrer Daten … zu widersprechen; sie ist auf dieses Recht bei der Anmeldung … sowie einmal jährlich durch ortsübliche Bekanntmachung hinzuweisen.”

Aus dem Opt-in, also der ausdrücklichen Zustimmung, wird also ein Opt-out. Die Datenweitergabe wird damit zum Standard, es sei denn, jemand widerspricht ausdrücklich.

Diese schwächere Option wird außerdem durch einen Zusatz im Gesetz noch weiter entwertet. Dieser besagt, der Widerspruch gelte nicht,

“wenn die Daten ausschließlich zur Bestätigung oder Berichtigung bereits vorhandener Daten verwendet werden”.

Genau das ist aber eigentlich immer der Fall, kritisiert die stellvertretende innenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Gabriele Fograscher:

“Da man für die Melderegisterauskunft immer bereits vorhandene Daten benötigt, wird es sich stets um eine Bestätigung oder Berichtigung vorhandener Daten handeln. Das ist ein dramatischer Rückfall sogar hinter die Regelungen der bisherigen Gesetzeslage.”

Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz, sieht das ähnlich. Seine Behörde weist zwar darauf hin, dass ein Widerspruch jederzeit möglich ist und dass es Musterschreiben gibt, an denen sich die Bürger orientieren können, aber in den meisten Fällen ist der Widerstand zwecklos.

Quelle: zeit.de

Der groߟe Euro-Schwindel

Hinterher ist man immer schlauer. Aber keiner von den damals verantwortlichen Politikern kann heute sagen, er hätte die Folgen nicht abschätzen können. Die Folgen für den Euro, die Währungsunion, für Europas historisches Gemeinschaftsprojekt. Und warum der Euro, warum Europa jetzt in der Krise steckt.

Der Film beginnt mit einer Wette des damaligen griechischen Finanzministers Yannos Papantoniou mit seinem deutschen Amtskollegen Theo Waigel (CSU) im Frühjahr 1996. Beim EU-Treffen bestand der Grieche auf griechische Buchstaben auf den Euro-Scheinen.

Waigel antwortete kühl: “Ihr seid nicht dabei, und ihr werdet nicht dabei sein.” Von wegen. Seit 2001 ist der Hellenenstaat offiziell dabei. Dass er die Eintrittskriterien in die Währungsunion nicht hätte schaffen können – das Haushaltsdefizit darf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht überschreiten, die Gesamtschulden dürfen nicht mehr als 60 Prozent des BIP betragen – störte nicht weiter.

Das griechische Statistikamt hatte die Zahlen frisiert und den eigenen Staat gesundgerechnet. Wozu gibt es “kreative” Banker? Hier kommt Antigone “Adi” Loudiadis vom weltweit agierenden Geldinstitut Goldman Sachs ins Spiel. Sie schlug unter anderem vor, die Schulden in die Zukunft zu verlagern – und schon hatte man wieder ein Plus auf den Staatskonten.

Kontrolliert wurden die Angaben nicht, das war nicht vorgesehen im europäischen Reglement.

Welche Fehlentscheidungen bereits bei der Vorbereitung der europäischen Einheitswährung getroffen wurden, das zeigt die aufklärende ARD-Dokumentation “Der große Euro-Schwindel”.