Nach Jahren der Ermittlungen:Prozessbeginn in der “Causa Wiener Karussell” vor dem LG in Wien

Mehr als 1,2 Millionen Opfer-  mehr als 191 Millionen Euro Schaden. Ein Mamutprozess ist in Wien eröffnet worden, in dem es um ein Netzwerk aus Scheinfirmen, Stiftungen, Mittelsleuten und Partnern geht.

Hunderttausende Opfer europaweit soll es gegeben haben. So ist das sogenannte “Wiener Karussell”  zu trauriger Berühmtheit gelangt, weil der Vorwurf vor- nun fast vier Jahren unter anderem auch lautete:

“Dass massenweise Abbuchungen im elektronischen Lastschriftverfahren getätigt worden seien, die nicht autorisiert gewesen sein sollen.”

Nun stehen vor dem Wiener Landesgericht für Strafsachen ab gestern- zwei der mutmaßlichen Haupttäter in der Causa rund um die Vorwürfe gegen die LUCK24 wegen des Vorwurfes des schweren Betruges vor Gericht.

Übrigends- die beiden Hauptangeklagten, die jede Schuld von sich weisen, wurden bereits am 17.04.2012 für rund ein Jahr in Untersuchungshaft genommen.

Quelle: verein-vpt.at

Frauen sind länger krank

Die Krankenstände in deutschen Betrieben steigen wieder. Durchschnittlich 14,7 Tage waren Beschäftigte und ALG-I-Empfänger 2013 nach Angaben der Techniker Krankenkasse krankgeschrieben – einen halben Tag mehr als im Jahr zuvor.

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen, Geschlechtern und vor allem den Berufen.

Frauen sind mit 15,9 Tagen durchschnittlich drei Tage mehr krankgeschrieben als Männer (12,9), junge Beschäftigte zwischen 15 und 24 Jahren sind mit elf Tagen zwar deutlich weniger krankgeschrieben als ältere Erwerbspersonen zwischen 55 und 59 Jahren mit 22,8 Tagen, fehlen aber dafür doppelt so häufig.

Bei den Berufsgruppen fallen vor allem die Metallberufe (23,1 Tage), die Baubranche (21,4 Tage) sowie die Verkehrs- und Lagerberufe (22,3 Tage) auf, während die technischen Berufe (10,8 Tage) sowie Verwaltungsbeschäftigte (11,3 Tage) die geringsten Fehlzeiten aufweisen.

Film und Musikindustrie wollten Werbedeals- und nutzten Megaupload

Wie jetzt bekannt wurde, haben sowohl Film- als auch Musikindustrie selbst den Filehoster Megaupload genutzt. Der Filehoster von Kim Dotcom wurde vor kurzem noch von der MPAA mit Zivilklagen überzogen, weil dem Portal Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

Torrentfreak meldete jetzt, dass sowohl Angestellte als auch Unternehmen, die Mitglied der MPAA sind, den Filehoster selbst genutzt haben. Der Internetseite würden Datenbanken vorliegen, welche insgesamt 490 Konten von Megaupload-Nutzern beinhaltet, welche MPAA-Mitgliedern gehören.Von diesen Konten aus, wurden angeblich insgesamt 181 Premium-Zahlungen vorgenommen.

Über die bewussten Konten wurden Dateien mit einer Gesamtgröße von 2.097 Gigabyte hochgeladen. Außerdem gibt es Belege dafür, dass Filmstudios wie Disney, Warner Brothers oder Fox den Filehoster auch für Werbezwecke nutzen wollten und entsprechende Anfragen stellten.

In einer E-Mail von Warner Brothers ist beispielsweise die Rede davon, »spannende Inhalte« wie Dark Knight, Harry Potter oder Sex in the City über Videos und Trailer zu bewerben.

Subject: Warner Bros. – Looking for Content Manager
Date: Wed, 14 Jan 2009 08:55:50 -0800
From: Sayani, Shelina
To: [email protected]

Dear Megavideo,

I’m writing from Warner Bros., offering opportunities to syndicate our exciting entertainment content (e.g. Dark Knight, Harry Potter, Sex and the City clips and trailer) for your users. Could you please pass on my information to the appropriate content manager or forward me to them? Thanks so much for your time.

Shelina Sayani
WB Advanced Digital Services
3300 W Olive Ave, Bldg 168 Room 4-023
Burbank, CA 91505
818.977.4668

Auch Disney wollte eigene Inhalte auf Megaupload stellen und hatte gleich einen Vereinbarungsentwurf dafür an den Filehoster geschickt.

Quelle: gamestar.de/torrentfreak

Beeinflussen die sozialen Medien unser Kaufverhalten?

Für Internet-Nutzer ist Social Media nicht mehr nur eine primäre Quelle der Unterhaltung. Für die breite Öffentlichkeit dienen die Sozialen Netzwerke auch als wertvolle Informationsquelle, wo sie Dinge zum Kaufen finden.

Für Unternehmen sind sie ein wirksames Marketing-Tool. Heute kann ein einfacher Beitrag auf Facebook eine soziale Verbindung in eine Geschäftsmöglichkeit verwandeln, und Unternehmen, die dieser Tatsache genügend Aufmerksamkeit widmen, können zusätzlichen Umsatz generieren.

Schon seit längerem ist wissenschaftlich bestätigt:
(www.thomashutter.com/index.php/2012/04/social-media-die-nutzung-von-social-media-beeinflusst-unser-gehirn/), dass Social Media süchtig macht: Social Media hat nicht nur Einfluss auf unsere Multitasking-Fähigkeiten, die sozialen Interaktionen und die Konzentrationsfähigkeit, sondern auch auf weitere Verhaltenseigenschaften.

So sinkt bei immer mehr Social-Media-Benutzer die Fähigkeit zur Geduld, da man sich daran gewöhnt hat, dass alles immer und zu jeder Zeit verfügbar ist. Sowohl unser Gehirn als auch unser Körper bindet uns mit süchtigmachenden Hormonen an die Bildschirme unserer Endgeräte.

Nun hat eine neuere Untersuchung sogar festgestellt, dass Social-Networking-Websites massiven Einfluss auf die Kaufentscheidungen ihrer Mitglieder haben, sei es in einem herkömmlichen physischen Ladengeschäft oder einem Online-Shop.

Unter allen heute verfügbaren Social-Media-Websites haben Facebook, Pinterest und Twitter den größten Einfluss. Einige der Ergebnisse sind wie folgt:

* 38% der Online-Käufer, haben einen Artikel gekauft, den sie zuvor auf Facebook geteilt oder “geliked” haben.
* 29% der Sozialen-Netzwerk-Käufe sind auf ein auf Pinterest angepinntes Produkt zurückzuführen.
* 22% der Social-Network-Käufe geschehen über Twitter.

Was veranlasst die Menschen zum Kauf? Diese drei größten Social-Shopping-Sites haben sogenannte “Pull-Faktoren” – diese überzeugen die Menschen, in Newsfeeds vermarktete Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen. Pinterest-Nutzer zum Beispiel entscheiden häufig, ein Produkt auf Grundlage der auf Pinterest geposteten zusätzlichen Informationen zu kaufen. Das größte soziale Netzwerk, Facebook, benachrichtigt seine Benutzer über Verkaufsaktionen durch eine Vielzahl von Möglichkeiten (Ereignisse, Seiten, Abonnements).

Twitter macht es auf eine einfachere Weise: Da hier nur ein paar Zeichen und ein visueller Beitrag möglich sind, geben Marken in der Regel nur ihren Verkaufsort an, um Käufer anzulocken.

Wo wird häufig eingekauft? Die oben erwähnte Untersuchung ergab, dass Facebook die meisten Verkäufe generiert, was aber nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass Facebook die herausragende Website für Social-Media-Marketing darstellt. Obwohl ein großer Teil der Käufe von Facebook kommen, hat Pinterest scheinbar doch einen höheren Einfluss auf das Konsumverhalten.

In der Tat gaben 29% oder die Mehrheit der 6000 Befragten an, ihre Kaufentscheidung für ein bestimmtes Produkt gefällt zu haben, nachdem sie es auf Pinterest gesehen hatten. Diese bildbezogene Website stellt die erste Wahl für Handwerk, Essen, Design und Einrichtungsgegenstände dar. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die beiden anderen Websites eine schwache Wirkung auf das Shopping-Verhalten hätten.

Menschen, die sich für Kleidung und Beautyprodukte interessieren, gehen eher zu Facebook, während Technik-interessierte Benutzer auf Twitter zu finden sind. Andere Netzwerke sind direkt für die Jobsuche ausgelegt, bzw. ausgerichtet, um Businesskontakte zu knüpfen. Weitere Ergebnisse der Studie sind:

* 56% der Online-Shopper sind Männer.
* Männer im Alter von 18 bis 34 kaufen mehr auf Social-Networking-Sites als Frauen.
* Der Social-Media-Marketingtrend inspiriert Unternehmer, geschlechtsspezifische Seiten wie Tapiture zu entwickeln.

Tatsächlich beeinflussen soziale Netzwerke das Einkaufsverhalten von Internet-Nutzern. Für Unternehmer haben sie einen Weg geebnet, auf direktem Wege ihre Märkte zu erreichen, wo immer sie auch sein mögen.

Doch, wie bereits angesprochen, werden nicht nur Kaufentscheide vom Internet und den sozialen Medien beeinflusst. Auch andere Bereiche, wie die Jobsuche, haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert.Fand man seine Arbeitsstelle früher überwiegend über eine Anzeige etwa in der Tageszeitung, ist es heute mit ein paar Klicks in Online-Stellenmärkten und sozialen Netzwerken ganz leicht, sich einen umfassenden Überblick über das Stellenangebot einer Stadt oder Region zu verschaffen.

Meist führt von der Anzeige direkt ein Link zur Firmenwebsite, wo sich online eine Bewerbung anfertigen
lässt.Beinahe ebenso wichtig wie eine eigene Recherche nach relevanten Stellen sind gute soziale Kontakte, die einen häufig bereits über einen frei gewordenen Job informieren,noch bevor die Stelle überhaupt ausgeschrieben ist.

Und wo lassen sich Kontakte – auch gerade über längere Distanzen hinweg – besser pflegen, als in sozialen Netzwerken? Häufig reicht schon ein Aufruf auf der eigenen Facebook-Pinnwand, eine neue Formulierung auf der XING-Seite oder ein Kommentar auf seinem Blog oder in speziellen Job-Foren, um zumindest einige Interessenten anzulocken. Die Jobsuche über das Internet ist also vor allem schneller und vielseitiger geworden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:

www.jobboerse-direkt.de/karriere/berufsorientierung/soziale-netzwerke und  www.entrepreneur.com/article/229367

Bundesagentur für Arbeit:Hartz IV Leistungen für Selbständige nur noch begrenzt

Bundesweit beziehen rund 125.000 Selbstständige ALG II, da ihre Einkünfte aus ihrem Gewerbe nicht zum Leben ausreichen. Sie betreiben einen Imbiss, arbeiten als freie Fotografen oder als freischaffende Künstler.

Über die Runden kommen sie aber nur mit Hilfe des Arbeitsamtes. Das will die Bundesagentur jetzt einschränken.  Interne Vorschläge von Mitarbeitern der Bundesagentur für eine Rechtsvereinfachung bei den ALG II-Leistungen liegen nun der Nachrichtenagentur dpa vor.

Diese, als “Rechtsvereinfachung bei Hartz-IV-Leistungen” deklarierten Vorschläge sehen beispielsweise vor, dass Selbstständige nach Vorstellungen der Bundesagentur für Arbeit ALG II nur noch für eine Übergangsfrist bekommen sollen.

“Ist nach dieser Zeit kein Lebensunterhalt sicherndes Einkommen aus Selbstständigkeit vorhanden, soll die Selbstständigkeit abgemeldet werden”, heißt es in dem internen Papier der Bundesagentur.

BA-Vorstandsmitglieds Heinrich Alt dazu:

“Hartz IV ist nun mal nicht dafür erfunden worden, unrentable Geschäftsmodelle dauerhaft durch die Allgemeinheit zu stützen. Wer künftig Hartz IV wolle, müsse belegen, dass sich die Geschäfte auch von allein tragen. Wenn sich dann herausstellt, dass dies nicht der Fall ist, sollte man wieder einen regulären Job wahrnehmen”.

Selbstständige sollen, nach den Vorschlägen der Bundesagentur, künftig nur noch 30 Prozent ihrer jährlichen Betriebsausgaben vom Gewinn abziehen dürfen.

Und weiter meint Alt:

“Es könne nicht sein, dass sich Freiberufler wie Anwälte oder Journalisten mit hohen Ausgaben arm rechneten, um sich so einen Anspruch auf Hartz IV zu sichern”.

Quelle: t-online.de